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Wenn Wissen unsichtbar wird

Öffentliches Wissen braucht auch eine Infrastruktur, die langfristig erreichbar, auffindbar und wartbar bleibt.

Skizze eines umzäunten Archivs und einer Grenze des öffentlichen Zugangs

Öffentliches Gedächtnis braucht dauerhaften Zugang

Domains, Hosting und offene Standards als Bedingungen für Kontinuität

Im Laufe der Jahre hat all2all immer wieder Situationen erlebt, in denen wertvolles öffentliches Wissen langsam schwer zugänglich wurde oder ganz verschwand.

Ein sozialer Verein kann über Jahre Erfahrung in der Strassenarbeit aufbauen, Berichte veröffentlichen, Praxiserfahrung dokumentieren und kollektives Wissen für das Gemeinwohl schaffen. Wenn dieses Material jedoch schrittweise auf geschlossene soziale Plattformen wandert, wird es schwer zu finden, schwer zu zitieren und irgendwann fast unsichtbar.

In anderen Fällen beenden Organisationen ihre Tätigkeit, während ihre digitalen Archive weiterhin einen klaren historischen, sozialen oder politischen Wert haben. Wenn eine Bewegung, ein Verein oder eine kulturelle Initiative den Domainnamen, das Hosting oder die technische Wartung verliert, können Jahre an Dokumenten, Debatten, Publikationen und öffentlichen Positionen zusammen mit der Infrastruktur, die sie getragen hat, verschwinden.

Was verschwindet, ist oft nicht nur eine Website, sondern ein Teil des kollektiven Gedächtnisses.

Diese Situationen werfen grössere Fragen nach digitaler Kontinuität, offenen Standards und langfristiger Zugänglichkeit öffentlichen Wissens auf, Fragen, die auch den Hintergrund von Projekten wie Tango Time Travel bilden.

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